Unsere Geschichte beginnt im Jahr 1862

Die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) ist 1862 von einigen Männern gegründet worden. Dies hatte eine wichtige Bedeutung. In der Bundesverfassung von 1848 wurde die Niederlassungsfreiheit nur den christlichen Schweizern zugestanden. Bis 1848 haben Juden nur in den Surbtaler Gemeinden Endingen und Lengnau wohnen dürfen.

Die Juden hatten in der damaligen Eidgenossenschaft keine Niederlassungsfreiheit. Es war damals der Druck des Auslandes notwendig und zwar von Amerika, Frankreich und Holland. Mit diesen Ländern u.a. wollte die Schweiz Handel treiben. Doch diese Länder waren nicht bereit, ihre jüdischen Staatsangehörigen in der Schweiz diskriminieren zu lassen. In den respektiven Ländern genossen die jüdischen Bürger die gleichen Rechte wie die nichtjüdischen. Sie wollten andererseits aber auch nicht mit einem Land Handel treiben, das seine eigenen jüdischen Menschen diskriminiert.

150-jähriges Bestehen

Man darf mit Freude feststellen, dass die Beziehung zur öffentlichen und zur nichtöffentlichen Welt mehr als nur intakt ist. Die ICZ geniesst Respekt und hat gute Beziehungen zu Staat und Wirtschaft. Die jüdische Bevölkerung in der Schweiz, und nicht nur in Zürich, hat einen sehr hohen Integrationsgrad erreicht.

Zum 150-jährigen Bestehen der ICZ erscheint ein umfassendes Buch über die Geschichte der ICZ.

In der ganzen Geschichte der ICZ amtierten 16 Präsidenten und aktuell ein Co-Präsident sowie eine Co-Präsidentin.

Unsere Geschichte im Überblick

1293
Erste jüdische Gemeinde in Zürich
1436
Niederlassungsverbot für Juden in Zürich
1862
Freie Niederlassung der Juden im Kanton Zürich
1862
Gründung der ICZ
1866
Niederlassungsfreiheit auf eidgenössischer Ebene den jüdischen Schweizern
1874
Allgemeine Niederlassungsfreiheit in der Bundesverfassung
1884
Eröffnung der Synagoge der ICZ an der Löwenstrasse durch 12 Gründerväter mit Platz für 600 Personen
1935
Nazideutschland setzt die Nürnberger Rassengesetze in Kraft
1936
Die Gemeindeversammlung der ICZ trifft den Bauentscheid für das Gemeindehaus
1939
Eröffnung des Gemeindehauses an der Lavaterstrasse in Zürich
1971
Frauenstimmrecht in der Schweiz. In der ICZ bedeutend früher schon.
1984
Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Synagoge
90er
Holocaustdebatte, in der auch die ICZ involviert war
2008
Anerkennung der ICZ und JLG durch den Kanton Zürich
2010
Einzug in das umfassend renovierte Gemeindezentrum. Sanierungsdauer: 10 Monate
2012
150 Jahre ICZ